Der erste Beitrag 2018 :=: Fünf Fragen am Fünften

Das neue Jahr ist schon ein paar Tage alt und ich nehme die neue Monatskolumne von Nic alias Luzia Pimpinella zum Anlass, jetzt endlich mal wieder mit dem Blog weiterzumachen.
Gaaaanz viel will ich dieses Jahr weitermachen, vor allen Dingen mein Herzensprojekt, das ich im letzten halben Jahr ganz schön hab schleifen lassen.
Frohen Mutes starte ich also die Aufholjagd – noch ist nichts zu spät und Ideen hab ich mittlerweile auch genug.
Aber jetzt erstmal zurück zu Nic und den Fünf Fragen am Fünften – Nic wird an jedem Fünften des Monats fünf willkürliche Fragen formulieren und beantworten. Jeder, der Lust hat kann mitmachen und seinen Beitrag anschließend in ihrer Linkliste eintragen.
Also hoppi – auf zur ersten Frage:

1. Wann hast du das letzte Mal einen verrückten Traum gehabt?

Das war erst diese Woche. In der Nacht von Montag auf Dienstag. Arwie ist die nächsten 10 Tage dienstlich in China und während die Jungs selig seinen Platz in meinem Bett eingenommen hatten und wir alle friedlich schlummerten, war er auf dem Weg zu einem anderen Kontinent.
Ich schlief in der Nacht nicht sonderlich gut und wurde oft wach. Irgendwann träumte ich wild von ganz vielen Leuten, Gedränge, einem Flugzeug und schließlich von einem großen Raum voller Leuchtreklame und vielen Menschen. Das war dann vermutlich ein Flughafen, denn kurz darauf wurde ich wach. Ich schnappte mein Handy und ging ins Bad. Es war 4.20 Uhr und ich checkte fix auf der Webseite des Airports Peking, wann die Maschine mit Arwie an Bord landen würde. Und tadaaaaa….genau drei Minuten vorher setzte das Flugzeug auf der Landebahn auf – um genau 4.17 Uhr.
Arwie ist gelandet

Ich war so verwirrt und überrascht, dass ich gleich einen Screenshot gemacht hab. Anschließend konnte ich dann endlich tief und fest weiterschlafen, denn ich wusste jetzt, dass Arwie gut angekommen ist.
Manchmal träumt man echt kuriose Dinge, oder?

2. Bist du heute so, wie du es dir mit 16 vorgestellt hast?

Äääääääh. Klares Nein.
Damals am Ende der Pubertät hätte ich nie gedacht, dass ich mal mit dem Mann verheiratet sein werde, von dem ich mit zarten zwölf Jahren meinen ersten schüchternen Kuss bekam.
Hat auch eine ganz lange Zeit nicht wirklich danach ausgesehen. Alles war eher trostlos, furchtbar langweilig und die Beziehung zu meinem letzten Partner eigentlich schon gescheitert, lange bevor wir auf dem Standesamt Ja gesagt hatten.
Zum Glück hab ich noch rechtzeitig die Notbremse ziehen können und mich von meinem alten, tristen Leben verabschiedet.
Und siehe da, auf einmal war er wieder da. Der Mann, den ich seit 16 Jahren nicht aus dem Kopf bekam, tauchte, soziales Netzwerk sei Dank, plötzlich wieder in meinem Dunstkreis auf. Endlich war alles bunt und einfach und genug.
In ein paar Tagen steht unser 8. Hochzeitstag an (so lange war ich noch nieeeee verheiratet) und wir haben zwei herrlich süße Ableger geschaffen.
Haus, Kinder, zurück aufs Dorf – auch das hat sich die 16-jährige Puppiluppi so nicht ausgemalt.

1996 Kretzsche & ich

Die liebsten Hobbies allerdings sind weiterhin gleich: viel lesen, viel Handball, viel Musik. Sie wurden außerdem ergänzt durch viel Kinder, viel kochen, viel Garten – darüber hätte ich mich mit 16 scheckig gelacht!

Ich selbst bin ruhiger geworden. Samstagabende auf der Couch sind mittlerweile unfassbar schön. Auch die freien Tage fangen jetzt nicht erst mittags an, sondern wir hören den frühen Vogel und freuen uns, dass so viel gemeinsame Zeit vor uns liegt.
Und wenn man meinen liebsten Freundinnen, von den ich manche bereits aus der Kinderkrippe kenne, glauben kann, dann bin ich jetzt viiiiieeeel netter als früher. Selbst zu Menschen, die ich nicht mag. Tihi.

3. Gibt es etwas, das du am alt werden richtig gut findest?

Ich finde das gemeinsame Altwerden toll. Gemeinsam mit meinem Mann, gemeinsam mit dem Lieblingsbruder und den Freunden.
Manchmal erinnern wir uns an Vergangenes und wir fühlen uns richtig alt, bei allem, was wir schon gemeinsam erlebt haben – aber das ist schön und richtig so.
Auch gefällt mir, dass sich mit dem Altwerden bestimmte Traditionen eingestellt haben, die liebevoll gepflegt werden. Gerade erst vor ein paar Tagen war ich zu einem herrlichen Frühstück mit zwei Freundinnen, die ich seit der 7. Klasse kenne, sowie unserem mittlerweile fast alten Lieblingslehrer und seiner Frau. Das waren schöne Stunden, die wir Ende dieses Jahres auf jeden Fall wiederholen.

4. Welcher Geruch verursacht bei dir Kindheitserinnerungen?

Ich war vor ein paar Wochen mit meinen Männern auf einem Eulenhof. Dort traf mich eine Kindheitserinnerung mit voller Breitseite. Neben den vielen wunderschönen Eulenpärchen gab es nämlich auch ein Schwein.
Schwein gehabt

Als wir in den Stall eintraten war ich völlig geplättet, denn hier roch es genau wie im Schweinestall von Oma und Opa!
Es roch für mich duftete es geradezu nach Stroh, Mist und natürlich dem Schwein. Herrlich war das! Ganz wie früher! Ich war oft in den Ferien bei meinen Großeltern und liebte es mit allen Tieren, die der Neubauernhof so hergab, zu spielen.
Besonders die Schweine hatten es mir angetan. Jedes Schwein bekam einen Namen von mir und jedes Jahr war ein ‚Tobias‘ darunter. Ich war immer recht traurig, wenn Tobias im Herbst beim großen Schlachtfest dann in Stücke geschnitten und zu Schnitzel, Hackfleisch und Wurstsuppe verarbeitet wurde. Trotzdem zählen die Stunden bei Oma, Opa und den Tieren und auch das Schlachten zu meinen schönsten Kindheitserinnerungen.

5. Welche übernatürliche Superkraft hättest du gern?

Zeitreisen wäre cool. Oma und Opa über ihr Leben ausfragen können, das wäre wirklich cool. Dazu war ich damals noch zu jung. Klar, meine Eltern erzählen oft von früher und aus dem Leben ihrer Eltern, aber zum Beispiel würde ich gern von meiner Oma selber hören, wie sie die Vertreibung aus dem Sudetenland damals erlebt hat oder wie es bei den Opa’s in der Kriegsgefangenschaft wirklich war.

Woohoo! Der erste Blog-Beitrag in diesem Jahr ist damit geschafft und das hier nieder zu schreiben hat unheimlich viel Spaß gemacht. Danke an Nic, die die grandiose Idee hierzu hatte. Ich freu mich schon jetzt auf den nächsten Monat.

Seid ihr so, wie ihr es euch mit 16 vorgestellt habt? Lasst mal hören….

Bis bald.

Kommentare (4) Schreibe einen Kommentar

  1. Das ist ja eine schöne Idee und tolle Fragen, interessant zu lesen.
    Bei Frage bzw. Antwort 2 musste ich etwas Schmunzeln, so ähnlich ist das bei meinem Mann und mir auch gelaufen. Jugendliebe mit 15/16 und mit Mitte 20 fanden wir uns wieder. Das Schicksal. Oder so. <3
    Schönes Wochenende!
    Tanja

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  2. Hi Franka,

    wie toll dass du dabei bist und dass es dir so einen Spaß gemacht hat.
    ich fand deine Antworten total spannend (armer Tobis 1,2,3,4….) .

    Aber am besten fand ich, dass du es geschafft hast, unter einen tristen Teil deines Lebens einen Schlussstrich zu ziehen und ein neues zu beginnen. Das trauen sich nämlich manche nicht und versauern lieber in alten, traurigen Beziehungen. Also Chapeau!

    Liebe Grüße
    Nic

    P.S. Ich hoffe, du bist im Februar wieder dabei. Die Fragen sind auch schon online…;)

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