Geschwisterliebe & schlechtes Deutsch :=: Freitagslieblinge am 13.10.2017

Eine schnelle Woche liegt hinter mir. Mir ist, als ob gestern erst Montag war. Jeder Tag war vollgestopft mit Terminen von morgens bis abends.
Aber schon steht ein neues Wochenende bevor, das wir heute Abend mit einem schönen Burgergrillerchen mit alten Freunden einläuten. Die Kids wissen noch nichts und ich freu mich auf die überraschten Gesichter, wenn es nachher klingelt und einer der liebsten Spielfreunde plötzlich vor der Tür steht. Herrlich wird das!

Mein Lieblingsbuch der Woche las ich auf Empfehlung einer Kollegin aus dem Büro. Elmar Bereuter erzählt in dem Roman „Die Schwabenkinder“ über das Leben des kleinen Kaspanaze, der aus einer ganz armen Bauernfamilie stammt. Weil die Eltern nicht wissen, wie sie alle Kinder ernähren sollen, wird Kaspanaze auf einem Kindermarkt zur Versteigerung angeboten. So haben die Eltern auf ihrem Hof einen Esser weniger und der Junge kann auch noch etwas Geld verdienen. Er wird allerdings von einem grausamen Bauern ersteigert und ergreift schließlich die Flucht.
Dieses Buch hat mich von der ersten Seite an gefesselt. Ich hatte vorher noch nichts von den Schwabenkindern gehört, die es um die letzte Jahrhundertwende zahlreich gab.


Im Herbsturlaub habe ich so wunderbar viele Pilze gefunden und trocknen können. Da ließ das erste Gulasch nicht lange auf sich warten. Wunderbar lecker – und mit Kullererbsen und Spätzle ein echtes Lieblingsessen der Woche.

Vom Lieblingsmoment mit den Kindern gibt es kein Bild, da ich dabei ganz gerührt im Wohnzimmer auf der Couch saß und auf keinen Fall stören wollte.
Die beiden hatten sich zum Spielen in Toni’s Zimmer verzogen und ich hatte meinerseits ein paar Minuten für mich zum Lesen.
Auf einmal fing Toni an, seinem kleinen Bruder das Märchen „Der Bremer Stadtmusikanten“ vorzulesen. „Das ist doch dein Lieblingsmärchen, Kleini!“ sagte Toni und las und las und las. Geschwisterliebe total.
Die ganze Szene berührte mich sehr. Wenn Toni mal ein Wort nicht gleich auf Anhieb richtig lesen konnte, wurde er von Henri verbessert – der kennt das nämlich auswendig.
So las Toni zum Beispiel: „Nun, was ist dir in die Quere gekommen, alter Ba…..Ba….. Bar…“ und Henri hakte ein: „Bartputzer!“ Ein wahrlich schöner Geschwistermoment.

Der Multitasking-Abend gestern zählt zu meinem Lieblingsmoment nur für mich, denn ich konnte mit dem Arwie gemeinsam die neueste Star Trek Discovery-Folge bei Netflix sehen und dann nebenbei auch noch lesen, da mich die ganze Trekkie-Geschichte nicht hundertprozentig fesselt. Sowas mag ich. Jeder macht das, was er mag und wir sind trotzdem zusammen und halten Händchen.

Ich schnickerte diese Woche auf dem Blog von Julie herum (das ist die mit dem roten Lippenstift) und las völlig entzückt einen Artikel aus der Kategorie Mimimi-Montag.
Julie schreibt dort unter anderem über ihre nicht vorhandene Sympathie gegenüber deutschen Muttersprachlern, die die Grundlagen der deutschen Sprache nicht beherrschen. Ein Artikel, der mir aus dem Herzen spricht und die Inspiration der Woche ist. Genau über dieses Thema spreche ich oft und gerne und werde aufgrund dieses Artikels wohl auch bald einen Beitrag zu diesem Thema verfassen. Danke, Julie!

Nun verlinke ich meine Freitagslieblinge bei berlinmittemom und freue mich auf das bevorstehende Wochenende.

 

Kommentare (3) Schreibe einen Kommentar

  1. Liebe Franka,
    Ich bin dank des Artikels von der Julie auf deinen Blog gestoßen und habe mir deinen Text sogleich durchgelesen. Auf meinem Blog berichte ich ebenfalls einmal pro Woche von diversen Lieblingen, weshalb mir dein Beitrag ebenso gut gefallen hat – zudem er aus deiner Sichtweise „der Mutter“ verfasst wurde ! 🙂
    Alles Liebe,
    Vroni <3

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  2. Hallo Vroni, dann schau ich doch gleich mal, was du so treibst 😉
    Liebe Grüße,
    Franka

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