Kulinarische Kindheitserinnerungen :=: Schinkenfleckerl

Mein Oma stammt aus dem Sudetenland und hat immer leckere böhmische Gerichte gekocht. Auch die Küche meiner Mama beinhaltet noch viele der alten Gerichte.
Eines meiner Lieblingsspeisen sind Schinkenfleckerl. Ein Nudelauflauf der, wenn er richtig gemacht ist, wunderbar fluffig und extrem lecker ist.

Fleckerl (nicht zu verwechseln mit Kutteln!) sind kleine quadratische Nudeln.
Meine Oma hat den Nudelteig selbst gemacht und die Fleckerl mühevoll ausgeschnitten. Ich decke mich immer im Urlaub in Tschechien mit einem Vorrat an Flecky ein.
Hierzulande hab ich noch keine Fleckerl im Nudelregal entdeckt, denke aber, dass Bandnudeln durchaus als Alternative verwendet werden können.

Für eine große Auflaufform Schinkenfleckerl benötigt man:

300 g Fleckerl
8 Eier
400 ml Sahne
400 ml saure Sahne
400 g Kochschinken
100 g Semmelbrösel
Salz, Pfeffer und Muskat

Als erstes kocht man die Fleckerl in Salzwasser und lässt sie anschließend abtropfen sowie auskühlen.
Unterdessen verschlägt man sechs Eigelb und zwei ganze Eier gut miteinander. Anschließend werden die Sahne und die saure Sahne hinzugefügt und glatt gerührt.

Den Kochschinken schneide ich in kleine Quadrate, damit sie eine ähnliche Größe wie die Fleckerl haben und gebe sie dann mit den Fleckerln zur Sahne-Ei-Mischung hinzu.
Anschließend wird alles fein mit Salz, Pfeffer und Muskat abgeschmeckt und die Semmelbrösel werden beigemischt.

Als nächstes schlägt man die sechs verbliebenen Eiweiß richtig fest auf. Jetzt kommt es auf Feingefühl an, denn der Eischnee wird nun ganz vorsichtig unter die Nudelmasse gehoben. Bitte nicht zerrühren, sonst geht der Auflauf später im Ofen nicht schön auf!

Die Auflaufform fettet man gut mit Butter und streut sie mit Semmelbröseln aus. Die Schinkenfleckerl vorsichtig einfüllen und ab in den Ofen. Fertig.
Alles wird bei 180 Grad im Backofen schön goldgelb gebacken. Die Stäbchenprobe hilft herauszufinden, ob die Schinkenfleckerl fertig sind. Pappt nix mehr am Holz, kann geschlemmt werden.

Am besten schmecken meinen Männern Mamas Kindheitserinnerungen, wenn die Form dampfend heiß auf den Tisch kommt. Die kläglichen Reste kann man aber auch gut kalt essen.
Absolute Empfehlung und eines der Lieblingsessen im Hause Sander.

 

Kommentar (1) Schreibe einen Kommentar

  1. Pingback: Bye, bye Schilddrüse :=: Freitagslieblinge am 17.11.2017 - Puppiluppi

Kommentar verfassen